Laugenbrezeln

Laugenbrezeln, Laugencroissants, Laugenbrötchen…..und das am liebsten jeden Tag. Bisher hab ich Laugengebäck allerdings noch nie selbst gemacht. Ein großer Fehler, wie sich kürzlich herausstellte.  😉

Mein Bruder war vor einiger Zeit auf einem „Laugenworkshop“ und hat sich direkt danach im Internet (bei Amazon) Natronlauge bestellt, um das alles zu Hause nochmal nachzubacken. Natronlauge ist natürlich nicht ganz ungefährlich und muss vor der Verwendung unbedingt mit Wasser verdünnt werden.  (Das Mischverhältnis beträgt etwa 1:12. D.h. man mischt einen Teil Lauge mit entsprechend 12 Teilen Wasser. ) Man muss wirklich aufpassen, dass man nicht mit der Lauge in Berührung kommt, da diese stark ätzend ist. Das hört sich jetzt aber alles schlimmer an, als es tatsächlich ist. Wenn man gut aufpasst, kann eigentlich nichts passieren. .

Da mich das natürlich auch alles brennend interessiert hat, habe ich mir direkt was von der Lauge mitgenommen und mich selbst in die Küche gestellt zum Brezeln backen.  Zuerst hab ich alles großzügig mit Zeitungspapier ausgelegt, damit bloß nichts auf meine Arbeitsplatte kommt. Auch das Backblech habe ich doppelt mit Backpapier ausgelegt, da die Natronlauge fiese Flecken verursachen kann. Ich kam mir ein wenig vor wie früher in der Schule im Chemieunterricht. Da fehlte nur noch die Schutzbrille und ein weißer Kittel. 😉

Der Hefeteig lässt sich wirklich total schnell und unkompliziert vorbereiten. Insgesamt muss er ca. 35-40 Minuten gehen, bevor man mit dem Formen der Brezeln loslegen kann.

Die einfachere Variante für Laugengebäck ist Kaisernatron, das man in fast jedem Supermarkt zu kaufen bekommt. Hier wird dann auch mit Wasser eine Lösung hergestellt, die aufgekocht wird. Anschließend wird das Gebäck kurz dazugegeben und kann anschließend gebacken werden. (Auf 1 Liter Wasser 3 EL Natron zugeben, aufkochen lassen, geformte Teiglinge zugeben, 20 Sekunden „kochen“ lassen, herausnehmen, mit Salz bestreuen und in den Ofen geben. ) Ich habe es selbst noch nicht ausprobiert, allerdings findet man viel im Internet dazu. Die meisten sagen, dass man es geschmacklich allerdings nicht mit richtiger Lauge vergleichen könnte.

Deshalb war mein erster Versuch natürlich mit „richtiger“ Lauge. Und das Ergebnis konnte auf jeden Fall auf ganzer Linie überzeugen,  optisch und geschmacklich.

Rezept als pdf

Du brauchst: (für 10 Brezeln)

  • 25 Gramm Butter
  • 275 ml Wasser
  • eine Prise Zucker
  • 2 TL Salz
  • 1/2 Würfel frische Hefe
  • 500 Gramm Mehl
  • grobes Salz zum Bestreuen der Brezeln

Und so geht’s:

  1. Das Mehl in eine Schüssel geben und mittig eine kleine Mulde formen
  2. Die Hefe zerbröckeln und in der Hälfte des Wassers (Wasser sollte lauwarm sein) mit einer Prise Zucker auflösen
  3. Hefewasser in die Mulde schütten und mit ein wenig Mehl anrühren
  4. an einem warmen Ort ca. 15 Minuten gehen lassen
  5. Butter, Salz und das restliche Wasser zugeben
  6. nun alles zu einem glatten Teig verkneten
  7. Den Teig in 10 gleichgroße Stücke teilen und daraus Kugeln formen
  8. die Teigkugeln auf ein Backblech setzen und nochmals zugedeckt an einem warmen Ort ca. 20 Minuten gehen lassen
  9. Aus den Kugeln nun lange Stränge rollen, die in der Mitte dicker bleiben und nach außen in immer dünner werden (ähnlich wie bei Vanillekipferln). Die Stränge sollten etwa 60 cm lang sein.
  10. Brezeln formen (siehe Bilder)
  11. Die Brezeln mit der verdünnten (!) Natronlauge bestreichen. Am besten geht das mit einem Silikonpinsel.
  12. Brezeln an der dicksten Stelle längs einschneiden und mit grobem Salz bestreuen
  13. Bei 220 Grad (Ober- und Unterhitze) ca. 18 bis 20 Minuten backen

 

 

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